Geobiologie

Geobiologie und Strahlenschutz

Seit einigen Jahren taucht der Begriff Elektrosmog regelmäßig in den Medien auf. Er ist eine unsichtbare, aber allgegenwärtige Gefahr für unsere Gesundheit. Zumeist wird behauptet, das gewöhnlicher Elektrosmog harmlos sei, die Praxis zeigt allerdings etwas anderes. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Krebs, bei vielen Leiden besteht der Verdacht, dass sie in Verbindung mit Elektrosmog stehen. Eine im Jahr 2014 veröffentliche Studie über Zugvögel hat ans Licht gebracht, dass bei eben jenen durch Elektrosmog ganze Sinnesorgane ausfallen. So wird durch elektromagnetische Strahlung der Magnetsinn lahmgelegt. Die Vögel vermögen sich demzufolge nicht mehr zu orientieren. Im schlimmsten Falle bedeutet dies ihr Todesurteil. Ein Ergebnis, das dazu anregen sollte, Elektrosmog und die Wirkung auf den menschlichen Körper eingehender zu untersuchen.

Grenzwerte sollen Überbelastung vermeiden

whoBisher haben sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung lediglich auf Grenzwerte geeinigt, die eine Überbelastung mit Elektrosmog vermeiden sollen. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung sei bislang nur bei strahlungsempfindlichen Menschen und das ausschließlich psychischer Natur festgestellt worden. Man geht davon aus, dass beim Nichtüberschreiten bestimmter Werte keine Gefahr für das menschliche Gehirn und den Körper gegeben ist. Doch die Studie weckt Verunsicherung. Die Vögel reagierten bereits bei Magnetfeldern, die stark unterhalb der festgelegten WHO-Grenzwerte lagen, mit völliger Desorientierung. Das Erschreckende daran: Die ermittelten Werte werden schon durch den Betrieb gewöhnlicher Elektrogeräte im Haushalt wie beispielsweise Mikrowellen erreicht. Auch die von Handys, Radiosendemasten und Stromleitungen verursachte Strahlung bewegt sich in diesem Bereich.

Dem Elektrosmog entkommen, scheint unmöglich

Allein in Deutschland werden etwa 300.000 Sendeanlagen von den großen Mobilfunkanbietern betrieben. Dazu gesellen sich rund zwei Millionen Anlagen kleinerer Anbieter und noch einmal etwa 100 Millionen private Sendeanlagen, die die schnurlose Telefonie und WLAN absichern. Nicht zu vergessen die ungefähr 100 Millionen Handys, die hierzulande in Betrieb sind. Sie sind Verursacher von Elektrosmog aus hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Hochspannungsleitungen, Stromleitungen und Kabel im eigenen Zuhause, Elektrogeräte sowie Verkehr und Industrie lassen niederfrequente elektromagnetische Felder entstehen. Dem Elektrosmog zu entkommen, scheint angesichts dieser Fakten unmöglich.

Wegen fehlender wissenschaftlicher Beweise nur unzureichende Schutzmaßnahmen

Durch die fehlenden wissenschaftlichen Beweise sehen die Verantwortlichen nur wenig Handlungsbedarf. Somit ist jeder Einzelne gefragt, die Belastung mit Elektrosmog zu minimieren. Mit einfachen Maßnahmen kann dem Elektrosmog der Kampf angesagt werden. Auf schnurlose Telefone und Babyphone sowie WLAN sollte verzichtet werden. Mit zunehmender Entfernung vom Sender nimmt beim Handy der Elektrosmog ab. Empfohlen wird zudem ausschließlich der Betrieb mit Headset oder Lautsprecher.

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