Geobiologie

Geobiologie und Strahlenschutz

Ist dLan, auch genannt Powerline oder Stromleitungsnetzwerk eine empfehlenswerte Alternative zu WLAN?

Ja und Nein. Leider hat auch dLAN seine Tücken.

wlan strahlungWLAN macht Internet überall und jederzeit kabellos verfügbar. Surfen auf der Couch im Wohnzimmer auch ohne lästige Netzwerkkabel oder Filme direkt aus dem Netz auf das Fernsehgerät. Aber leider funktioniert das nur mit gepulster hochfrequenter Strahlung. Der Sender dafür befindet sich meist im Router, beziehungsweise im PC oder Notebook. Beide Sender strahlen, wenn WLAN aktiviert ist. Kürzlich haben wir dabei, in einem Abstand von ca. 1 m,  6000 µW/m² an unserem Router gemessen. Am Sender im Notebook ist man meist noch näher dran und damit sind die Werte in der Regel noch um ein Vielfaches höher (bis 30.000 µW/m² im Abstand von 50 cm).

Ab 1000 µW/m² wurden Hinstromveränderungen im EEG nachgewiesen (v. Klitzing, 1999), Störungen des Immunsystems (Bruvere, 1998) und Spermienschädigungen bei Mäusen (Otitoluju, 2009). Ab 1600 µW/m² kam es zu Unfruchtbarkeit bei Mäusen nach 5 Generationen (Magra/Xenos, 1997), sowie Motorik-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern (Kolodynski ,1996). Ab 10.000 µW/m² kommt es zu DNA-Schäden (Phillips1998, Lai 2005) und damit steigt auch das Risiko an Krebs zu erkranken.

Viele Menschen glauben, WLAN sei im Vergleich zur Handystrahlung harmlos, da man bei einem Handytelefonat sehr viel stärkeren Intensitäten ausgesetzt ist. Was die meisten jedoch nicht bedenken ist, der Faktor Zeit. Die Höhe der Strahlung wirkt immer zusammen mit der Zeit während der man der Strahlung ausgesetzt ist und beim überwiegenden Teil der Nutzer strahlt WLAN rund um die Uhr.

dLAN

devolo-dlan-powerline-houseBei dLAN oder Powerline wird das hochfrequente Signal über die hauseigenen Stromleitungen übertragen. Diese geben einen Teil der Strahlung wieder in den umgebenden Raum ab. Wieviel genau, hängt vor allem vom Wandaufbau ab. In 30 cm Abstand kann man aber von einer Stärke von 0,1-0,2 V/m ausgehen, das entspricht etwa 2,6 – 5,2 µW/m². Das ist baubiologisch immer noch eine schwache Anomalie. Vergleicht man die Werte mit denen des WLAN, ist das natürlich trotzdem wesentlich weniger. Dafür hat man diese Strahlung dann überall im Bereich des eigenen Stromnetzes bis zum Zähler, also in allen Räumen, mit der selben Intensität. Die Stärke der Stahlung des WLAN-Senders nimmt dagegen mit der Entfernung und 1-2 festen Wänden dazwischen stark ab.

Damit ist auch dLAN keine wirklich saubere Lösung. Wir empfehlen also, nach wie vor, möglichst kabelgebundene Lösungen zu verwenden. Sollte das nicht möglich sein, ist dLAN aber in den meisten Fällen WLAN vorzuziehen, da die Strahlenbelastung in der Regel wesentlich geringer ist. Auch dLAN sollte allerdings nur aktiv sein, wenn man es wirklich braucht. Eine schaltbare Steckdose spart dann das Aus- und Einstecken des Adapters.

Categories: Esmog, Wlan

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