Geobiologie

Geobiologie und Strahlenschutz

handy-schlafenSie scheint ein alter Hut zu sein und wissenschaftlich nicht belegbar. Dennoch ist die Strahlenbelastung durch Smartphones immer wieder Thema. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist aktuell darauf hin, dass die Risikobewertung von elektromagnetischen Strahlen insbesondere auf Kinder und Jugendliche „mit Unsicherheiten behaftet“ sei. Vor dem Hintergrund einer neuen Studie warnt das Bundesamt davor, das Handy nachts neben das Bett zu legen.

Das BfS hatte eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben. Diese zeigte, dass jedes vierte Kind zwischen sechs und neun Jahren ein Handy besitzt. Bei der Altersgruppe der Kinder zwischen zehn und 13 Jahren sind es bereits 93 Prozent. Das Handy bleibt dabei auch im Schlaf nicht aus. Im Gegenteil: Etwa jedes zweite Kind hat das Gerät nachts neben dem Bett liegen. Das Bundesamt erklärt, dass unterhalb des zulässigen Höchstwertes des SAR-Wertes für elektromagnetische Strahlen von zwei Watt pro Kilogramm zwar keine schädigenden Wirkungen nachgewiesen seien. Allerdings gehört das Handy nicht neben das Kinderbett. Dr. Thomas Jung, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit, weist darauf hin: „Kinder befinden sich noch in der Entwicklung und könnten gesundheitlich empfindlicher reagieren. Deswegen sollte man die Strahlenbelastung vorsorglich möglichst gering halten.“ Er empfiehlt bereits beim Kauf eines Smartphones oder Handys für Kinder darauf zu achten, dass der SAR-Wert möglichst unter 0,6 Watt pro Kilogramm liegt. Eine Liste mit den SAR-Werten der handelsüblichen Smartphones ist beim BfS abrufbar. Die Bevölkerung geht nach aktuellen Zahlen gleichgültig mit dem Thema Strahlenbelastung um. Ebenfalls aus der Studie geht hervor, dass selbst bei den Erwachsenen nur vier Prozent der Käufer auf den SAR-Wert achten.

Das BfS gibt Tipps für Eltern, wie sie die Strahlenbelastung für ihre Kinder verringern können. Auf diese Weise können die Erziehungsberechtigten neben dem Kauf eines strahlungsarmen Gerätes die potenzielle Gefahr für ihre Sprösslinge reduzieren. Zunächst empfiehlt es sich, Datenströme nur über das strahlungsärmere WLAN zuzulassen und über Mobilfunk zu sperren. Online-Spiele könnten die Kinder auch zu Hause spielen und dabei das WLAN nutzen. Das schont zusätzlich den Datentarif. Entsprechend sollten auch Pushfunktionen für E-Mails deaktiviert werden. Es reiche völlig aus, wenn die Kinder E-Mails nur nach Bedarf abriefen. Generell sollte der gesamte Datenverkehr über das Handy reduziert werden. Das gilt besonders beim Telefonieren. Denn je geringer die Datenströme sind, desto geringer ist die Strahlenbelastung durch das Gerät. Beim Tragen des Smartphones oder Handys sollte außerdem der vom Hersteller genannte Mindestabstand eingehalten werden. Dazu empfiehlt, das BfS den Tragezubehör des Gerätes zu nutzen. Nicht zuletzt gehört ein Mobiltelefon nicht an das Bett. Um nicht zu verschlafen, kann das Kind einen normalen Wecker benutzen. Durch Abstand zum Bett wird die Strahlenbelastung in der Nacht deutlich reduziert.

Quelle: telespiegel.de

Categories: Esmog, Handystrahlung

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